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Wilnsdorf

Von uns getestet: Grubenwanderweg Wilnsdorf

Wilnsdorf: Wandern auf Bergmannspfaden

Grubenwanderweg Wilnsdorf: Start und Ziel: Buswende an der Bundesstraße 54, Ortsausgang Richtung Haiger. Hier Wanderparkplatz benutzen. Länge des Weges: 14 km. Gut zu begehender, meist ausgebauter Weg. Auch für Radfahrer gut geeignet. Dauer der Wanderung: ca. 4-5 Stunden. Sehr gute Beschilderung. Sehr schöne Landschaftsbilder, herrliche Misch- und Laubwälder. Bergbaufreunde finden eine Vielzahl von Stollenmundlöchern bzw. bergbaulich bedeutsamen Plätzen.

Man kann seine Wanderung an verschiedenen Stellen (Parkplätze) beginnen. Wir empfehlen, wie von den Initiatoren geplant, am Wanderparkplatz an der B 54 (Buswende) zu starten. Dazu durch Wilnsdorf Richtung Haiger bis zum Ortsausgang fahren und auf das Schild „Straßenmeisterei“ achten. Dann dort zwar rechts abbiegen, aber sofort links halten und das Auto auf dem Wanderparkplatz abstellen.

Wir benutzen dann den Weg unterhalb der Buswende. Dort sehen wir gleich eine große Informationstafel zum Bergbau im Raum Wilnsdorf mit einer Karte des Wanderwegs. Dann den Weg weitergehen, vorbei am Wielandshof zum Wald. Immer geradeaus weiter. Hier hat man einen schönen Blick auf Wilnsdorf, wie es unterwegs noch weitere schöne Aussichtspunkte gibt. Uns fiel auf, dass der Grubenwanderweg Wilnsdorf –bis auf eine Stelle – wirklich sehr gut beschildert bzw. markiert ist. Was wir vermisst haben, war die eine oder andere Ruhebank unterwegs. Aber das wird sich sicher noch ändern.

Schon nach einem kurzen Stück Weg erreichen wir eine historisch bedeutende Stelle: den Platz der Grube Ratzenscheid. Sie wurde bereits 1298 erstmals urkundlich erwähnt und gilt als eine der ältesten Siegerländer Erzgruben. (Text und Fotos dazu und zu weiteren Plätzen des Grubenwanderwegs Wilnsdorf finden Sie in unserem Wander- und Freizeitführer „Spurensuche im Eisenland“.)

Es folgt nun eine ganze Anzahl wieder schön hergerichteter Stolleneingänge bzw. Reste von Grubenanlagen. Interessant ist z.B. der „Gestellsteinstollen“, aus dem kein Erz, sondern Steine für den Bau von Hochöfen „gefördert“ wurden.

Eine Rast kann man z.B. an der Grube „Marie“ einlegen. Hier wurde der Stolleneingang wieder freigelegt und hergerichtet, auch Fundamentreste sind noch zu sehen.
Kurz darauf erreichen wir die viel befahrene Bundesstraße 54, die wir überqueren müssen: Vorsicht, viele und viele schnellfahrende Autos! Am Wanderparkplatz steht wieder eine Infotafel.

Wir folgen nun ein kurzes Stück der Nebenstraße, die wir auch wieder überqueren müssen, und sind dann bald wieder auf einem eigentlich schönen Waldweg (Rothaarsteig!), der zum Zeitpunkt unseres Besuchs durch Holztransporte aber leider in sehr schlechtem Zustand war. Der Weg führt wieder weiter durch schönen Hochwald, den wir aber bald verlassen. Durch den Sturm Kyrill ist eine große Freifläche entstanden, die uns einen herrlichen Ausblick ins Siegerland ermöglicht.

Schon kurz darauf verlassen wir den Rothaarsteig wieder, biegen links ab und folgen dem steilen Weg zu Tal. Fast ganz unten befindet sich die im Volksmund sogenannte Grube „Briedoffelsloch“. Wir gehen dann weiter talwärts, wobei wir uns links halten. Im Tal biegen wir wieder links ein und folgen dem Weg bergan, der uns vorbei an der Grube „Stiefel“ und der kleinen Weißquelle führt. Von hier an wird der Weg immer schmaler, bis er fast nur noch ein „Bergmannspfad“ ist. Er mündet dann wieder auf der Teerstraße, die wir überqueren. Endlich mal eine Bank! Nun geht es weiter durch den Wald über einen neu ausgebauten Weg.

Unser nächstes Ziel ist der „Goldschmiedsborn“, eine schön gefasste Quelle. Kurz vor der Quelle gabelt sich der Weg, wir müssen uns rechts, talwärts halten. Hier fanden wir die einzige Stelle, an der wir uns wegen einer fehlenden Markierung kurz verlaufen haben. Also: rechts halten.

Die munter sprudelnde, gefasste Quelle, lädt ein zur Rast und Erfrischung. So gestärkt wenden wir uns einem neuen, interessanten Ziel zu: dem weiträumigen Gelände der einstigen Grube „Neue Hoffnung“, heute Naturschutzgebiet. Mächtige Halden zeugen vom einstigen Bergbaubetrieb. Es befindet sich direkt am Sportplatz, gleich nebenan liegt die CVJM-Bildungsstätte.
Nach ausführlicher Besichtigung des Haldengeländes (Infotafel!) gehen wir am Sportplatz vorbei, biegen dann links ein und umrunden das CVJM-Heim. Gleich wieder links hoch. Im Wäldchen befindet sich ein schönes Bergmannsdenkmal.

Der Grubenwanderweg führt rechts am Denkmal vorbei, entlang dem Waldrand. Auch auf dem folgenden Abschnitt hat man wieder schöne Ausblicke aufs Siegerland und die Gemeinde Wilnsdorf.
Nach kurzer Wegstrecke talwärts kann man noch einen Abstecher zum Stolleneingang der Grube Fortuna machen, die gleich an einem idyllischen Waldweiher liegt. Von hier müssen wir wieder zum Grubenwanderweg zurück.
Er führt jetzt durch eine schöne Wald- und Wiesenlandschaft weiter. Bald sehen wir die ersten Häuser von Wilnsdorf. Wir betreten aber nicht die Ortschaft, sondern steigen links den Wiesenweg empor. Er mündet wieder auf einem breiten Wanderweg. Hier halten wir uns rechts, gehen oberhalb der Häuser vorbei und erreichen schon bald wieder die B 54. Gleich gegenüber befindet sich unser Ausgangspunkt: der Wanderparkplatz.

Insgesamt können wir Ihnen diesen Wanderweg sehr empfehlen. Er bietet eine Vielzahl abwechslungsreicher Landschafts- und Waldbilder, und Bergbaufreunde können in Erinnerungen an den einstigen Bergbau schwelgen und viele Motive entdecken. Übrigens halten wir die von den Initiatoren angegebene Wanderzeit von 3-4 Stunden für sehr knapp bemessen, da man durch häufiges Verweilen und Besichtigen schnell auf 5 Stunden kommen dürfte.

(Mehr Informationen zum Bergbau in der Gemeinde Wilnsdorf finden Sie als Text und Fotos in unserem Buch „Spurensuche im Eisenland“.

Kontakt: Gemeinde Wilnsdorf, Marktplatz 1, 57234 Wilnsdorf, Tel. 02739 / 802-0,
Fax 02739 / 802-139, E-Mail: Rathaus@Wilnsdorf.de, www.museum-wilnsdorf.de/

und: Touristikverband Siegerland-Wittgenstein e.V., Koblenzer Straße 73, 57072 Siegen,
Telefon: 0271 333-1020, Telefax: 0271 333-1029, E-Mail: tvsw@siegen-
wittgenstein.de,

In unserem Buch "Spurensuche im Eisenland" sind die sehenswertesten Ziele auf dem Grubenwanderweg Wilnsdorf -und noch einiges mehr - bereits eingehend beschrieben. Themen sind: Rund um die Grube Ratzenscheid bei Wilnsdorf, Rund um die Grube Neue Hoffnung bei Wilgersdorf, Neues Leben auf alten Halden, Dorfschmiede in Wilnsdorf-Wilden, Förderturm und Museum Grube Grimberg in Niederdielfen, Keltischer Schmelzofen in Wilnsdorf-Obersdorf, Wieland der Schmied.

Der Neunkirchener Dokumentarfilmer Albert W. Kröhnert, der bereits etliche Bergbaufilme produziert hat, hat auch einen Videofilm über den neuen Grubenwanderweg Wilnsdorf gedreht. Titel: "Wandern auf Bergmannspfaden".
Der Film hat eine Länge von 67 Minuten und kostet 20 Euro.

Sie können den Film nicht bei uns, sondern nur im Buchhandel oder im Kreisbergbaumuseum Herdorf-Sassenroth beziehen oder direkt beim Filmstudio:
Film-Fernseh-Kommunikation Kröhnert, Wohnpark am Weiher 7, 57290 Neunkirchen, Tel. 02735/4903 und 02735/658345, Fax 02735/5764




 


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Grubenwanderweg Wilnsdorf

Am 20. Oktober 2007 wurde der neue Grubenwanderweg Wilnsdorf eröffnet. Hier der Pressetext:

„Auf Bergmannspfaden“ ist ein knapp 13 Kilometer langer Themenweg, der die ehemaligen Gruben und Halden rund um Wilnsdorf und Wilgersdorf zu einer interessanten Wanderroute verknüpft. Unter anderem führt der Weg an der ältesten Grube des Siegerlandes, Grube „Ratzenscheid“, aus dem Jahr 1298 vorbei. Der Rundweg verbindet ein beeindruckendes Naturerlebnis in abwechlsungsreicher Landschaft durch Laub- und Nadelwald, über Wiesen und Höhenzüge mit historischen Informationen, die auf Tafeln erläutert werden.

Treffpunkt zur Eröffnungsveranstaltung war die Buswende „Kalteiche“ in der Bauhofstraße in Wilnsdorf. Dort begann eine geführte Wanderung mit Zwischenstopp an der Grube „Ratzenscheid“. Mittags erreichte die Gruppe den „Gestellsteinstollen“ auf der Kalteiche, wo eine Taschenlampenführung ins Stolleninnere angeboten wurde. Die offizielle Eröffnung des Wanderhöhepunkts „Auf Bergmannspfaden“ erfolgte danach bei der Grube „Marie“. Gesangsgruppe und Musikkapelle des SGV Wilgersdorf sorgten für musikalische Umrahmung. Danach wurde die Wanderung fortgesetzt: Entlang der historischen Grenze zwischen NRW und Hessen, vorbei am „Briedoffelsloch“ und weiter zur Grube „Neue Hoffnung“ in Wilgersdorf und über die Grube „Fortuna“ im Heckenbachtal in Wilnsdorf ging es zurück zum Ausgangspunkt. Auf diesem Streckenabschnitt können sich die Wanderer an der „Weißquelle“ oder am „Goldschmiedsborn“ erfrischen.


 

Der Stolleneingang der Grube "Briedoffelsloch" am Grubenwanderweg Wilnsdorf.



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Videofilm vom Grubenwanderweg

Der Neunkirchener Dokumentarfilmer Albert W. Kröhnert, der bereits etliche Bergbaufilme produziert hat, hat auch einen Videofilm über den neuen Grubenwanderweg Wilnsdorf gedreht. Titel: "Wandern auf Bergmannspfaden".
Der Film hat eine Länge von 67 Minuten und kostet 20 Euro.

Sie können den Film nicht bei uns, sondern nur im Buchhandel oder im Kreisbergbaumuseum Herdorf-Sassenroth beziehen oder direkt beim Filmstudio:
Film-Fernseh-Kommunikation Kröhnert, Wohnpark am Weiher 7, 57290 Neunkirchen, Tel. 02735/4903 und 02735/658345, Fax 02735/5764



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